Schweizer Käse in Costa Rica

Auf der Feria Verde gibt es viele verschiendene Bioprodukte, angefangen bei Nahrungsmitteln gibt es auch Schmuck und Kleidung. Doch der Käse ist die „Hauptattraktion“, da es in Costa Rica meist keine Auswahl gibt. Den schönsten Stand auf dem Markt hat der Käsehersteller Le Chaundron. Die Herstellung des Käses beginnt bei dem Bezug der Milch. Hierzu verwendet Le Chaundron Milch von Kühen aus den Bergen von Santa Cruz in der nähe des Vulkans Turialba. Dort sitzt der Hersteller bereits seit 1891 und ist bekannt für große Vielfalt. Wer Costa Rica kennt weiß, dass es dort meist nur den einfachen, milchig, weißen Kuhkäse gibt. Dieser schmeckt sehr gut allerdings kann er auf Dauer ein wenig eintönig werden. Andere Hartkäsearten oder gar Weichkäsearten sind nicht oder selten erhältlich oder eben wahnsinnig teuer. Der meist produzierteste Käse und auch das Aushängeschild von den costaricanischen Käsemachern ist Raclettkäse. Diese Käseart ist relativ weich und wird mithilfe von Wärme (Tischofen) warm und cremig. Dieses Endprodukt wird dann zum Beispiel, wie man es auch aus Frankreich und aus der Schweiz kennt, mit Pellkartoffeln, Zwiebeln und Sauren Gurken gegessen. Somit kann man sogar auch im tropischen Costa Rica ein Schweizer Nationalgericht zubereiten.


Das Projekt „Cauldron – Queso Artesanal Gourmet“ in den Bergen von Santa Cruz de Turrialba, Cartago, beschäftigt sich mit der Herstellung von feinem Käse aus Rohmilch, der eine lange und traditionelle Schweizer Tradition bewahrt. Die Produkte sind reich an Probiotika, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken, sowie die Vitamine C, B und B12; sie sind auch laktosearm. Auf der anderen Seite, und weil es als eines der Ziele kleiner Unternehmen betrachtet wird, trägt die Initiative zur Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort bei. Das Unternehmen arbeitet mit Milchlieferanten zusammen, die das Know-how von raffiniertem Käse in der Region Turrialba für die Entwicklung dieser ländlichen Region fördern. 


Die Hauptzutat ist klar: Milch. Die Farm ist etwa drei Hektar groß und die Kühe werden mit besonderer Aufmerksamkeit behandelt. Die Milch, die für den Käse verwendet, wird nicht pasteurisiert. Um dennoch eine hochwertige Qualität beizubehalten, benötigt man für die Käseproduktion einen hygienischer Produktionsprozess. Warum wird die Milch nicht pasteurisiert? Die Antwort ist einfach, weil dadurch die besten Eigenschaften der Milch verloren gehen würden und das beste vom Käse erhalten bleibt.


Jede Woche werden in den Bergen von Santa Cruz etwa 3.000 Liter Milch verarbeitet. Wenn die Produktion des eigenen Betriebes die Mengen nicht verarbeiten kann, dann wird wird die Milch zum Nachbarhersteller geliefert.