Umweltschutz in Costa Rica

2010 hat Costa Rica den Future Policy Award für bahnbrechenden Rechtsschutz von natürlichen Reichtum auf einem globalen Gipfel zur Biodiversität in Japan gewonnen. Das zentralamerikanische Land zielt darauf ab, das erste Entwicklungsland zu sein, was die Biodiversitäts-Verpflichtungen der Vereinten Nationen erfüllt. Doch wie schafft Costa Rica das?

„Wir erklären der Natur den Frieden“, sagte Mario Fernández Silva, der Botschafter von Costa Rica.

Ein Gegner dieses Friedens sind besonders große Konzerne, die „Shareholder Value“ über alles andere setzten. Durch den Abfall der großen Fabriken und das Benutzen von Toxinen wird das Grundwasser verschmutzt. Einem Großteil der Lebensmittel werden schädliche Giftstoffe hinzugefügt und aus mangelnder Kontrolle landen diese dann in den Regalen der Supermärkte. Erschreckenderweise ist dieser Zustand schon alltäglichen geworden und viele Bewohner akzeptiere dies als normal.

Hinzukommt, dass der Haifischflossenhandel immer noch in Massen betrieben wird. Lokale Fischer verkaufen Haifischflossen an chinesische Kaufleute. Manche Haiarten sind vom Aussterben bedroht oder zumindest in ihrem Bestand gefährdet. Der Haifischflossenhandel ist nur ein Beispiel von vielen Branchen, die Tierarten bedrohen.

Coast Rica hält nun dagegen. Aus Liebe zur Natur und zum eigenen Schutz wollen Einwohner und Touristen nun handeln. Obwohl sich nicht jeder direkt als aktiver Naturschützer bezeichnen würde, unterstützt die große Mehrheit die grundlegenden Ziele des Schutzes der Natur. Die Luft, das Wasser und die Erde sollen sauber bleiben und die Toxine in unserem Essen sollen reduziert werden.

Die Umweltschutzbewegung hat in Costa Rica viele Formen angenommen. Von aktiven Öko-Kriegern wie Paul Watson, der  sich für den Schutz von Walen und andere Meerestiere einsetzt, über Biobauern (eine schnell wachsende Bewegung in Costa Rica), PRETOMA (Seeschildkrötenschutz) bis zu Einzelpersonen, die ihre geliebte Natur durch korrekte Mülltrennung schützen, sind in der Regel alle einer Bewegung gegen große Konzerne beigetreten.

Zum Beispiel werden Grundbesitzer bezahlt, um alte Wälder zu bewahren und neue Bäume zu pflanzen. Damit ist die Waldbedeckung von 24% im Jahr 1985 auf knapp 46% gestiegen. Es wurde auch eine nationale Kommission zur Biodiversität gegründet, bestehend aus Wissenschaftlern, Beamten und indigenen Vertretern, die der Regierung eine Politik vorschlägt, die sich besonders für den Umweltschutz einsetzt und die grüne Bildung in der Öffentlichkeit fördert.

Ein Teil von Costa Ricas Reputation basiert darauf, dass es ein umweltfreundliches, grünes Land ist, das die Gesundheit seiner Bürger, sowohl Mensch als auch Tier, gegenüber der Unternehmensgewinne priorisiert. Costa Rica macht in der Tat große Fortschritte.

2016 wurde an 250 Tagen die Energie nur aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. In dem Jahr stammen 98,12 % des elektrischen Stroms aus umweltfreundlichen Energiequellen, wie Wasser-, Solar-, Wind- und geothermischen Kraftwerken. Fuer 2017 ist das Ziel, „dass die Stromerzeugung aus Erneuerbaren stabil bleibt“, so Carlos Obregon (Vorsitzender des staatlichen Elekrizitaetsinsituts.

Zu der Hauptenergiequelle zählt das Wasserkraftwerk der Talsperre Reventazon. Es versorgt ca. 525.000 Haushalt in Costa Rica. Zusammen mit anderen Wasserkraftwerken, werden auf diese Weise 75% der Elektrizität gewonnen.

Costa Rica ist also ein sehr umweltbewusstes Land, welches sich weiterhin für den Frieden der Natur einsetzt.